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Serie C: Nach den Gironi ist vor der Endrunde

Die Gruppenbegegnungen in der Südtiroler Phase der Serie C sind nach drei intensiven Spieltagen nun in den Büchern – am nächsten Sonntag stehen für die acht Teams die Endrundenspiele der Play-Offs und Play-Outs an. Zu Pfingsten gehen auf unseren heimischen Plätzen die Wogen hoch: Crunch Time, Baby, Crunch Time. Wir blicken kurz auf die Vorrundenspiele zurück, analysieren, wer geglänzt hat und wer nochmals zum Nachsitzen geschickt wird und wagen einen Ausblick auf das kommende Wochenende. #PloppCheck

Die Jungs vom ASV Partschins Tennis haben in Kreis 2 souverän den Gruppensieg eingetütet: Manuel Plunger, Philipp Köll, Patrick Prader und Werner Gurschler (v.l.) | (C) ASV Partschins Tennis

WAS BISHER GESCHAH

In Kreis 1 konnte sich Kaltern ungeschlagen mit zwei Siegen (gegen Meran und Neumarkt) und einem dramatischen Remis gegen den TC Comune di Bolzano die Tabellenführung holen. Neumarkt folgt den Überetschern in die Play-Offs, während die Talfer- und Kurstädter in den Play-Outs gegen den Abstieg kämpfen werden.

In Gruppe 2 war Partschins das Maß aller Dinge, die Untervinschger spielten sich souverän zum Gruppensieg und gaben dabei keine Partie ab – einzig gegen den TC Gherdeina wurden nach dem Fixieren des Platzes an der Sonne (sprich einem 4:0 nach den Einzelpartien) die Doppel geteilt. Tennis Brixen wird als Gruppenzweiter ebenfalls im Kampf um den Einzug ins nationale Tableau mitmischen, Aufsteiger St. Lorenzen landete vor den Grödnern – beide müssen jedoch in die Play-Outs.

Hier findet ihr alle Ergebnisse im Detail!

Glänzte bisher mit drei absoluten Top-Leistungen: Patrick Prader vom ASV Partschins Tennis

TOP-PERFORMER

PPP: Partschins um Plunger & Prader
Natürlich ist man heuer extrem stark aufgestellt, trotzdem muss man allerdings stets erst liefern – und genau das hat Partschins in der Gruppenphase getan: das Starensemble um das Coach-Spieler-Duo Patrick Prader und Manuel Plunger hat alle bisherigen Erwartungen erfüllt…and then some. Plunger hat bis dato nur einen Satz abgegeben, Prader in drei Einzelmatches gar nur zwölf Games. Philipp Köll zeigte sich ebenfalls in herausragender Verfassung, dahinter lieferten alle weiteren Cracks in der Rotation beim vierten Slot ebenfalls eine Sieg-Garantie. So kann es weitergehen, hin zum großen Ziel.

• Thomas Berger (St. Lorenzen)
Der Aufsteiger hat bisher überzeugt, muss jedoch nach einem 2:4 am letzten Spieltag bei Brixen trotzdem in die Play-Outs. Maßgeblich am bisher jedoch durchaus starken Showing von St. Lorenzen ist Thomas Berger beteiligt: stets als Nummer 1 oder 2 im Einsatz, konnte er sich in zwei absoluten Hammer-Matches gegen Andrea Anselmi (TC Gherdeina) und Michael Kerschbaumer (Tennis Brixen) jeweils in drei hart umkämpften Sätzen durchsetzen und wehrte sich auch ordentlich gegen Manuel Plunger beim 2:6, 4:6. Auf Berger werden die Pusterer nun in den Play-Outs weiter setzen, um das große Ziel Klassenerhalt zu schaffen.

• Stefano D‘Agostino (TC Kaltern)
Der Neumarkt Open-Champion ist ebenfalls in bestechender Form: Stefano D‘Agostino stand für Kaltern in allen sechs Matches auf dem Platz und konnte deren fünf gewinnen. Im Einzel gelangen ihm drei Siege, während er einzig im Doppel an der Seite von Plopp-Spieler Gabriel Gruber dramatisch dem Duo Zöschg/Haim (TC Comune) mit 6:4, 6:7(4), 14-16 unterlag. „D‘Ago“ wird auch in den Play-Offs noch zum Faktor werden, da sind wir uns sicher.

Befindet sich in herausragender Verfassung: Neumarkt-Champion Stefano D‘Agostino

DA RIVEDERE: ZUM NACHSITZEN, BITTE!

• TC Gherdeina um Erwin Tröbinger und Patric Prinoth
Der Gigant aus dem Grödnertal hatte dieses Jahr gehörige Probleme: die beiden Top-Spieler Tröbinger und Prinoth fehlten beim wichtigen Auftaktspiel gegen St. Lorenzen wegen ihrer ITF-Einsätze, weshalb man nur zu dritt antrat, obendrein noch als Strafe einen Punktabzug kassierte und den Jungs aus dem Pustertal mit 0:6 unterlag. Gegen Brixen – trotz eines inspirierten Auftritts auf des Messers Schneide – und Partschins gab es auch nichts zu holen. Nicht, dass das Abstiegsgespenst einkehrt…

• TC Meran um Mattia Agosti
Auch die Kurstädter haben in dieser Saison einen äußerst schweren Stand und müssen nun in der Relegation um den Verbleib in der fünfthöchsten italienischen Spielklasse kämpfen. Gegen Neumarkt, Kaltern und den TC Comune BZ kam man nie richtig in die Nähe eines Punktgewinns. Ist man so von der Meraner Truppe auch nicht unbedingt gewohnt…

Durfte für den TC Gherdeina Serie C-Luft schnuppern und erlebte bisher eine schwierige Saison: Tim Stuffer

AUSBLICK AUF DIE PLAY-OFF & PLAY-OUTS

Play-Offs | Halbfinale | 19.05.24
TC Kaltern – Tennis Brixen
Partschins – Neumarkt

Bei Kaltern dürften Stefano D‘Agostino, Lukas Palla und Gabriel Gruber gesetzt sein – ebenso dürfte Top-Spieler Hannes Herbert Wagner für die Crunch Time zum Einsatz kommen. Spielt er nicht, so wird wohl Jakob Andergassen in die Formation rutschen. Bei Brixen werden Michael Kerschbaumer, Enrico Beni und Laurin Tauber erwartet, Tobias Jesacher sollte ebenfalls zur Verfügung stehen. Alexander Hornof und Adam Jurajda könnten ebenfalls aufschlagen.

Bei Neumarkt dürften erneut Fleischmann, Taddia, Knapp und Mayr die Aufstellung bilden, während bei Partschins die volle Kapelle erwartet wird: Plunger, Prader, Köll scheinen gesetzt – wer komplettiert das Line-Up?

Fordert mit Neumarkt den Top-Favoriten aus Partschins: Stefan Knapp

Play-Outs | Erste Runde | 19.05.24
TC Comune di BZ – TC Gherdeina
St. Lorenzen Tennis – TC Meran

Die Sieger der beiden Begegnungen halten automatisch die Klasse, während die Verlierer eine weitere Chance im direkten Duell zum Verhindern des Abstiegs bekommen. St. Lorenzen möchten wir bei dieser Gelegenheit ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen – wir durften nämlich mit Thomas Toniatti ein Gespräch führen:

“Wir sind zufrieden mit unserer Saison – wir haben ein wenig ein Problem mit der Vivaio-Regel, unser Youngster Noah Gasser ist sehr jung und macht große Fortschritte, ist allerdings, verständlicherweise, noch ein wenig überfordert. Die Serie C ist in dieser Hinsicht vielleicht noch etwas zu früh – aber wir haben gute Spieler und sind mit allen zufrieden: Thomas Bachlechner, Benno Harrasser, Thomas Berger“, so Toniatti, “gegen Meran rechnen wir uns gute Chancen aus, weil sie bisher Schwierigkeiten hatten. Die Serie C abzuschenken kommt für uns natürlich überhaupt nicht in Frage – es wäre schön und wichtig, oben zu bleiben, auch wenn die Probleme mit den Eigengewächsen bestehen.“

Die Liga wären Thomas und Co. trotz des Aufsteiger-Daseins nämlich schon längere Zeit gewohnt: „Wir waren schon mal mit Bruneck in der Serie C, wo wir auch einen Landesmeistertitel feiern konnten. Leider mussten wir uns dann Bassano in der nationalen Phase geschlagen geben. Nach einiger Zeit sind wir dann alle in unsere Heimatclubs zurück: ich nach St. Lorenzen, Bachlechner kurzfristig zu Welsberg. Nun sind wir alle wieder hier vereint und haben bisher eine zufriedenstellende Saison gespielt.“

Toniatti selbst sieht in Gruppengegner Partschins absolut Serie B2-Niveau: „Sehr gute Truppe: mir kommt Prader noch stärker als Plunger vor – er hat eine extreme Länge in seinen Schlägen, begeht kaum Fehler und bringt viele, wuchtige erste Aufschläge ins Feld. Es war cool, gegen ihn zu spielen. Am Anfang war ich leider überfordert.“

Hatten nach dem 6:0-Auftaktsieg über den TC Gherdeina gut lachen: die Aufsteiger des ASV St. Lorenzen Tennis